Die Vereinsgeschichte

Im Juli 1880 gründeten Burgbernheimer Bauern und Rechtler (beide Interessengruppen besaßen zu dieser Zeit Obstbäume auf privatem oder städtischem Grund) den „Zeitler und Obstverein“.

 


Uneigennützig war das damals nicht: Ziel der Gründer war es, den Mitgliedern einen sicheren Zusatzerwerb durch Obst und Honig zu ermöglichen.

 

Als Vorstand wurde der damalige Bürgermeister Fluhrer ernannt und schon bei der Gründung hatte der Verein ca. 60 Mitglieder.

 



Nun wurden auch größere Anpflanzungen von Obstbäumen vorgenommen und die „Ödländer“ wurden langsam in die heutigen Streuobstwiesen umgewandelt. Selbst der Verein hatte zu dieser Zeit eigene Bienenvölker um die Bestäubung sicherzustellen.

 

 

 

Der 1. Weltkrieg brachte das Vereinsleben fast zum Erliegen. Erst in den späten 20ern zog wieder Leben ein. Es wurde eine Dosenverschlussmaschine und eine Motorspritze gekauft. Die Bienenvölker wurden auf Magazinbeuten umgestellt.

 

1930 wurde der Prösselbuck gepachtet und mit rund 300 Kirschbäumen bepflanzt. 4 Jahre später wurde eine hydraulische Mostpresse gekauft.

 

Der Verein wuchs weiter und hatte zu dieser Zeit bereits 155 Mitglieder.

 

 

 

1933 zog Georg Ries nach Burgbernheim und legte sich einen prächtigen Obstgarten an. Er war ein gelehriger Schüler von Pfarrer Eyrich aus Lipprichhausen (dem Gründervater der Obst- und Gartenbauvereine) und ein absoluter Fachmann in Sachen Obstbau. Auch als Imker war er Fachmann und baute sich in seinen Garten gleich noch ein Bienenhaus.

 

Heute dient dieser Garten und das Bienenhaus den Burgbernheimer Imkern wieder als Lehrbienenstand.

 

Zu dieser Zeit wurden in Burgbernheim 28.000 Obstbäume gezählt!

 

 

 

1936 kam es dann zur Trennung der Imker und Gartenbauer.

 

Die Bienenzüchter schlossen sich der Fachschaft der Imker an, der Gartenbau wurde eigenständig weitergeführt.

 

 

 

Der 2. Weltkrieg brachte wiederum alles an Vereinsleben zum Erliegen!

 

Diesmal aber wurden die Bienen weiterbetreut! Honig und auch Obst waren ein wichtiger Überlebensfaktor für die Bevölkerung vor Ort und so kümmerten sich „Alt & Jung“ bzw. „Frau & Kind“ um die Bienenvölker.

 

 

 

1972 wurde der Verein restrukturiert, man trat dem Bayerischen Imkerbund bei, wurde Mitglied im Deutschen Imkerbund,. Übernahm die Satzung des DIB und benannte sich zum „Imkerverein Burgbernheim“ um.