Die Vereinsgeschichte

Über die Vereinsgründung ist im „Windsheimer-Uffenheimer Anzeigeblatt für Stadt und Land“ im Juli des Jahres 1881 folgender Artikel erschienen:

 

 „Im Markt Burgbernheim haben sich letzten Samstag, den 17then des Monats, 32 Männer, Bienenzüchter und Bienenfreunde zusammen getan und einen Bienen- oder Zeidlerverein, gegründet und sich die treffende Vorstandschaft gewählt.
Da dieser Ort mit seinem ausgezeichneten Frucht- und Futterpflanzungen und angrenzenden schönen Wäldern den Bienen reichlich Tracht bietet und auch bezüglich seiner klimatischen Lage hierzu sehr geeignet erscheint, so kann dem jungen Verein bei regem Eifer und ernstlichem Streben seiner Mitglieder ein gutes Gedeihen nicht fehlen, was ihm von Herzen gewünscht wird.“

 


Uneigennützig war das damals nicht:

Ziel der Gründer war es, den Mitgliedern einen sicheren Zusatzerwerb durch Obst und Honig zu ermöglichen.


1881 Gründung des Zeidlervereins Burgbernheim.

          1. Vorsitzender im Gründungsjahr war Bernhard Weiß.

          Ihm folgten Georg Meyer (   ) , Hans Riegel (   ) , Georg Hayn (   ) , Hermann Bauerreis ( bis 1986) ,

          Martin Holzinger (1986-2014) , Hermann Ott (seit 2014).


1905  in den Unterlagen findet sich der Hinweis, daß in eben diesem Jahre der „Zeidler- und Obstbauverein sein 25jähriges Bestehen feierte. In diese Zeit fielen auch größere Anpflanzungen auf den „Ödländern“, die zu der heute noch vorhandenen Streuobstwiesenlandschaft in Burgbernheim führten. Zu diesem Zeitpunkt hatte der Verein noch eigene Bienenvölker „zum Zwecke der Besteubung und der Ertagsmehrung“.


1928  Der 1. Weltkrieg brachte das Vereinsleben fast zum Erliegen. Erst in den späten 20ern zog wieder Leben ein. In den Vereinsunterlagen findet sich der Hinweis, daß die Bienenvölker auf Magazinbeuten umgestellt wurden.


1930  wurde der Prösselbuck erworben und mit 300 Kirschbäumen bepflanzt


1933  zog Georg Ries nach Burgbernheim und legte sich einen prächtigen Obstgarten an. Er war ein gelehriger Schüler von Pfarrer Eyrich aus Lipprichhausen (dem Gründervater der Obst- und Gartenbauvereine) und ein absoluter Fachmann in Sachen Obstanbau. Auch als Imker war er Fachmann und baute sich in seinen Garten gleich noch ein Bienenhaus.

 Zu dieser Zeit hatte der Verein 150 Mitglieder und es wurden 28000 Obstbäume in Burgbernheim gezählt.

 Heute dient dieser Garten und das Bienenhaus dem Verein als Lehrbienenstand und wird für die Ausbildung genutzt.


 1936  trennen sich die Obstbauern von den Bienenzüchtern, und gründeten den eigenständig geführten Obst- und Gartenbauverein in Burgbernheim.

            Die Bienenzüchter schlossen sich der „Fachschaft der Imker“ an.


1940  Der 2. Weltkrieg brachte wiederum alles an Vereinsleben zum Erliegen!

           Diesmal wurden die Bienen aber weiterbetreut! Honig und auch Obst waren ein wichtiger Überlebensfaktor für die Bevölkerung vor Ort und so kümmerte sich „Alt & Jung“ bzw. „Frau & Kind“ um die Bienenvölker.


 1972  wurde der Verein restrukturiert, man trat dem Bayerischen Imkerbund bei,
wurde Mitglied im Deutschen Imkerbund, und übernahm die Satzung des DIB. Der Verein benannte sich in „Imkerverein Burgbernheim“ um.


1981  am 12. Juli feierte der Verein sein 100jähriges Bestehen mit vielen Gästen.
Es wurde groß gefeiert und zum Abschluß der Feierlichkeiten wurden in der Nähe des Langskellers noch 6 Bäume gepflanzt.
Zu diesem Zeitpunkt hatte der Verein 24 Mitglieder, die 410 Bienenvölker betreuten.


1991  zum 110jährigen Bestehen betreute der Verein 371 Bienenvölker und hatte 30 Mitglieder


2005  zu Jahresbeginn waren noch 21 Mitglieder aktiv, welche etwa 230 Bienenvölker betreuten.


2021  der Verein hat 140 Jahre nach seiner Gründung wieder 22 aktive Mitglieder die ca. 350 Bienenvölker betreuen.


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